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Zusammenarbeit mit Eltern und Schülern

In den ersten Jahren des GTA wurden die Eltern in die Planung und Durchführung einbezogen. So gab es Gespräche mit Vertretern des Elternrates, des Fördervereins, der Schulkonferenz. Schülerinnen und Schüler wurden sowohl bei der Initiierung des GTA im Schuljahr 2009/2010 als auch in den Folgejahren herangezogen. Zuletzt wurde im Schuljahr 2015/2016 eine Befragung über den Schülerrat zu Vorschlägen für die inhaltliche Gestaltung des GTA durchgeführt (Rücklauf Februar 2016). Für Schülerinnen und Schüler wurden zu einzelnen Angeboten Evaluationsumfragen zusammengestellt, die Aspekte zur Qualität, Durchführung und Zufriedenheit mit dem Angebot beinhalteten. Das Interesse der Schülerinnen und Schüler wurde für einzelne Angebote (z.B. zuletzt Tanztheater, Chinesisch, Baseball) im Vorfeld erfragt. Potenzielle Anbieter bekommen darüber hinaus Gelegenheit, ihre Konzeption und sich in den Klassen oder in den Pausen vorzustellen.

Zusammenarbeit mit der Universität Leipzig

seit einem Jahr arbeiten wir im Rahmen der Evaluation mit der Universität Leipzig zusammen. Da sich die schulorganisatorischen Rahmenbedingungen für das GTA tendenziell schwieriger gestalten, ist es hier besonders wichtig, Plattformen für kürzere und flexibler einsetzbare Möglichkeiten zu entwickeln. Damit soll nicht zuletzt einer im Rahmen unserer konkreten Situation möglichen Rhythmisierung Rechnung getragen werden.

Verfahrensbedingte Evaluation

Im Rahmen bisheriger Antrags- und Abrechnungsverfahren sind für die SBA Leipzig regelmäßig das Schuljahr inhaltlich und die Verwendung der Mittel abschließende mehrseitige Evaluationsberichte und/oder Verwendungsnachweise erstellt worden.

Bundesweite Datenerhebungen

Das Ganztagsangebot und die Ganztagsschule sind nicht nur Fragestellungen sächsischer (TU Dresden), sondern darüber hinaus bundesweiter Datenerhebungen. An diesen hat unsere Schule regelmäßig teilgenommen (online- und papierbasierte Umfragen).

Hausarbeit im Rahmen des Moduls 05-BWI-07: „Schule als Lern- und Lebensraum“
Seminar: „Die Ganztagsschule als lernende Institution“

1 Einleitung

1.1 Hinführung

Rhythmisierung, was heißt das eigentlich? Genau das fragten wir uns auch. Zunächst ist es wohl ein Wort, dass man recht schwer buchstabieren oder aber auch aussprechen kann. Doch dass dahinter ein Potenzial steckt, Schule interessanter, kognitiv aktivierender, strukturierter oder vielleicht auch kurz besser zu gestalten, war uns recht schnell klar. Auch das Thema Ganztagsschule eröffnet eine Thematik, die man nicht auf den ersten Blick erfassen kann. Doch diese beiden abstrakten oder vielleicht auch sehr praktischen Begriffe gilt es in dieser Hausarbeit zusammenzuführen. Während unseres Schulbesuches im Leibniz Gymnasium der Stadt Leipzig wurde uns von Frau Reichert, der dortigen Verantwortlichen für den Bereich der Ganzganzschule, eine Liste ausgeteilt, die alle Wünsche und Ideen für ein Ganztagsangebot zusammentrug. Gesucht wurde ein Konzept zu „Rhythmisierung und offenes Ganztagsangebot – Konzepte zur Quadratur des Kreises“. Ziemlich schnell kamen wir im ersten Blockseminar dazu ins Gespräch und es entwickelte sich eine Diskussion darüber, wie man das Dilemma lösen könnte, welches uns am Leibniz Gymnasium geschildert wurde. So sei es dort nicht unüblich, dass im Anschluss an den normalen Unterricht, der am Vormittag im Blockunterricht stattfindet, Ganztagsangebote angeboten werden. Es würde also weiterhin Halbtagsschule gemacht und additiv an den Vormittagsunterricht finden Nachmittag Ganztagsangebote statt. Jedoch hat die Schule mit sinkenden Teilnehmerzahlen zu kämpfen. Die Gründe dafür werden in späteren Kapiteln ausführlich erläutert. Ausgehend davon ein Konzept entwickeln zu wollen, das offene Ganztagsschule und gute Rhythmisierung zusammenführt, entschieden wir uns für diesen Punkt der Liste des Leibniz Gymnasiums. Unser erstes Anliegen war es dabei Konzepte zu finden, die die Ganztagsangebote besser in den Tagesablauf an der Schule integrieren würden. Für uns war jedoch unantastbar wirklich Schule verändern zu wollen. Im Verlauf unserer Recherchen stellten wir aber fest, dass im Rahmen einer geschlossenen Ganztagschule Rhythmisierung besonders gut funktionieren könnte. Anhand von vielen Studien und best practice Erfahrungen wurde uns aufgezeigt, dass Rhythmisierung auch andere Facetten besitzen kann. So entschieden wir uns, dass es sinnvoller wäre den Schwerpunkt der vorliegenden Arbeit zu verändern. Unser Ziel soll es sein, ein Baukastenprinzip zu entwickeln, dass nach und nach ein- und umgesetzt werden kann. So kann es möglich sein, Schule zu verändern, ohne dabei von jetzt auf gleich sich komplett umzuorientieren.

Unser Projektteam hat sich ziemlich schnell schon während der ersten Seminarsitzung zusammengefunden. Leider wurden wir im Verlauf des Semesters kurz vor dem Präsentieren der Ergebnisse von einem Gruppenmitglied verlassen, sodass wir spontan auf diesen Ausfall reagieren mussten. Trotzdem ermöglichte uns unser recht bunt gemischter Fächermix (Mathematik/Englisch, Sport/Chemie und Chemie/Deutsch) auch immer wieder neue Ansätze zu finden und einen Sachverhalt aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Ein großes Plus stellte Ivan dar, der durch seine Erfahrungen mit bestimmten Aspekten von Rhythmisierung in den USA, uns erste Ideen geben konnte, die auch dazu beitrugen, dass wir unsere erste Idee verworfen haben und einen für uns besseren Weg gewählt haben.

1.2 Rhythmisierung

Im Rahmen einer Projektarbeit, die sich die Thematik Rhythmisierung als Schwerpunkt gewählt hat, ist es notwendig den Begriff einzugrenzen oder möglicherweise zu definieren. In einer Studie der Technischen Universität und der Johannes-Gutenberg Universität Mainz wird in einem einführenden Fazit folgende Zusammenfassung des Begriffs gegeben: „In der deutschen Diskussion um die Ganztagsschule fokussiert der Begriff "Rhythmisierung" zum einen die traditionell reformpädagogische Kritik an einer Schule, die sich statt am Kind und am Leben am systematisierten Lehrgang und dem Angebot formeller Bildung orientiert. Zum anderen wird mit ihm ein pädagogisch-inhaltlich und didaktisch zunächst unterbestimmtes Gegenmodell – Schule habe sich mit ihren Angeboten den Kindern und dem Leben anzupassen – verbunden.“ (Kolbe et al. 2006, S. 10) Es fallen Begriffe wie Reformpädagogik, formelle Bildung, Wirklichkeitsbezug und vor allem Kritik. Im Mittelpunkt steht also ein Begriff, der Veränderungen bewirken soll oder kann oder einfach bewirkt, die von außen wieder bewertet werden. Scheinbar typisch für den Begriff Rhythmisierung ist, dass sie eine Möglichkeit bietet etwas anders zu gestalten. Wichtig ist dabei zu beachten, dass mittels Rhythmisierung der Unterrichtstag der SchülerInnen aber auch der LehrerInnen anders strukturiert werden muss. Das bietet die Möglichkeit Unterrichtsphasen losgelöst vom 45 Minuten-Takt zu gestalten, Freizeit, Bewegung und Unterricht variabler miteinander zu kombinieren und kann so auch den Übergang von der Halbtagsschule über die offene Ganztagsschule bis hin zur geschlossenen Ganztagsschule bereiten. Beim Planen von gut rhythmisierter Schule müssen folgende Gegenstände Beachtung finden: 1. Die Lebenszeit der Kinder oder besser der SchülerInnen muss gleichzeitig als Lernzeit angesehen werden. Daraus folgt im weiteren, dass die Möglichkeit zum gemeinsamen Lernen besteht. Andererseits muss es Möglichkeiten der Entspannung und Freizeit geben. Auch das Verkaufsargument, dass die Ganztagsschule berufstätigen Eltern dieMöglichkeit bietet, ihre Kinder von 8 bis 17 Uhr gut betreut zu wissen, muss hierbei beachtet werden. 2. Die Schule mit ihrem individuellen eigenen pädagogischen Konzept bestimmt das Ausmaß der Strukturierung bzw. Rhythmisierung. Das bedeutet, dass an ihrem Raum, an ihr derzeitiges Personal, an ihre pädagogischen Vorstellungen gebunden ist und diese mithilfe von Rhythmisierung fortbestehen sollen. Gleichfalls soll die Rhythmisierung eine Option bieten Schule positiv zu gestalten. Zusammengefasst soll Rhythmisierung also neue Wege ermöglichen, den Tagesablauf für SchülerInnen und LehrerInnen anders zu strukturieren. Als „Gegenmodell“ zur Halbtagsschule bietet sie an, dass Pädagogik, Didaktik und formale Bildung Raum und Zeit für alle schafft. Statt von Rhythmisierung zu sprechen bietet es sich an von einer „Zeitstrukturierung des Ganztags zu sprechen.“ (Coelen und Otto 2008, S. 551) Das ermöglicht eine bessere Verbindung von Schule und Lebenswelt, weil sich am natürlichen Rhythmus des Kindes orientiert wird und der Schulalltag dementsprechend gestaltet wird. (Coelen und Otto 2008, S. 551) Das meint aber nicht nur, dass die zeitlichen Strukturen aufgeweicht werden zu Gunsten von längeren Unterrichtsphasen und längeren Pausen, sondern dass „immer die didaktische Entscheidung für bestimmte Formen des Lernens vorausgeht.“ (Coelen und Otto 2008, S. 551) Will man anders rhythmisieren folgen daraus auch immer Entscheidungen und Veränderungen bezüglich des Lernens an sich.

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